Seminare 2014

Seminare 2014

Lighthouse Puchheim

Ab 2014 finden im Lighthouse Puchheim die Seminare unter folgenden Voraussetzungen statt.

1. Sie sind bereits eine Gruppe von mind. 6 Teilnehmern, max. 10.

2. Sie haben ein gemeinsames Thema aus unserem Angebot gewählt.

3. Sie haben sich auf ein gemeinsamen Termin / WE geeinigt.

Jetzt können Sie folgenden Ablauf in die Wege leiten.

1. Eine Email mit den notwendigen Daten (Anzahl der Teilnehmer, Datum und Thema) an folgende Emailadresse eine Anfrage senden:

Susannmueller-muenchen@t-online.de

2. Abwarten der Antwort. Diese folgt in der Regel weniger Tage. Wir prüfen das Datum und teilen ihn den Gesamtbetrag des Seminares mit.

Diesen können wir durch die Anzahl der Teilnehmer teilen und jeder erhält eine Rechnung.

Anzahlung muss zur Terminsicherung geleistet werden.

 

Eine weitere Möglichkeit wären Inhouse-Seminare:

 

Inhouse-Seminare sind individuell konzipierte Seminare für mehrere Teilnehmer in einem Unternehmen.
Ein Inhouse-Seminar kann vor Ort oder bei uns im Seminarraum stattfinden.

Individuell: Sie bestimmen die Ziele und Schwerpunkte, den Ort und Termin.

Wir erarbeiten dann ein Konzept für Sie. Gerne können Sie auch aus unserem Angebot ein Seminarthema wählen.

Anfrage unter: Susannmueller-muenchen@t-online.de

 

Erlebnisseminare 2013 (Termine)

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Liebe Schüler, Klienten und Interessenten,

Ab 2013 gibt es eine Neuerung bei der Terminvergabe.

Alle Termine beziehen sich ausschliesslich auf Erlebnisseminare. Spezielle Themenseminare, die Sie in unserem Menue finden, können als Inhouseseminare oder für bestehende Gruppen gebucht werden. Bei Letzterem bitte ich die Mindestteilnehmerzahl von 6 und Maximalteilnehmerzahl von 8 zu beachten.

Die Erlebnisseminartermine sind fixe Wochenenden an denen sich jeder einbuchen kann. D.h. an diesen Wochenenden können Sie Ihr Thema erkennen, bearbeiten und Prozesse in Gang setzen. Alte Verhaltensmuster lösen, blinde Flecken erkennen und die Seele zum inneren Frieden bringen.

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! (Hermann Hesse)

Sie haben noch Fragen? So zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Susannmueller-muenchen@t-online.de oder Tel. 089/82005376

Termine für 2013

Erlebnisseminare

30./31.3.; 27./28.4.; 25./26.5.;29./30.6.; 27./28.3.7.; 28./29.9; 26./27.10.; 23./24.11; von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Praxistechniken in der psychologischen Praxis (in 4 Wochenenden)

1. WE – Tiefenspsychologische Techniken

2. WE – Verhaltenspsychologische Techniken

3. WE – Humanistische Techniken

4. WE – Praxistechniken in der Kinder – und Jugendpsychologie

Termine: 3./4.8.; 10./11.;17./18.,24./25.8.2013 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Seminar ist ein Anwenderseminar und wird nur nach Teilnahme aller 4 WE zertifiziert.

Supervision für HP PSY (und Anwärter): 7.9.2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr. Diese (sich neu gebildetet) Gruppe kann sich in regelmäßigen Abständen weiter zur Supervision unter meiner Leitung treffen.

Weihnachtliche Märchenabend findet am 7.12.2013 von 16.00 bis 20.00 Uhr statt.

Anmeldungen bitte unter folgender Emailadresse: Susannmueller-muenchen@t-online.de

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Märchenabend am 8.12.2012

Am 8.12.2012 von 16.00 bis ca. 20.00 Uhr findet im Lighthouse Puchheim unser weihnachtlicher Märchenabend statt.

Die tiefenpsychologische Bedeutung der Märchen – mit Weihnachtsbaum und Geschenken schliessen wir (Ich und Charly) dieses Jahr gemeinsam ab.

Ich möchte Euch Freude und Wärme im Herzen geben in dieser kalten Jahreszeit und freue mich auf Euch.

Nur mit Anmeldung.

Unkostenbeitrag: 30 Euro

Die Geschichte von der Frau Holle

Luise Büchner

Vor ganz undenklich langer Zeit, da gab es noch gar kein Christkindchen, sondern nur eine Frau Holle, die wohnte nicht weit von uns auf der höchsten Spitze der Odenwaldberge, auf der kalten, windigen Böllsteinerhöhe. Die schönen Odenwaldberge waren damals noch nicht wie jetzt, fast bis hinauf mit fruchtbaren Feldern und schönen Wiesen bedeckt, sondern dunkle Wälder zogen sich fast bis zu ihrem Fuße hinab, in denen Hirsche und Rehe herumsprangen und wo eine Menge von Köhlern wohnten, die ganze Gebirge von Kohlen brannten und diese dann hinunter in die Täler zum Verkaufe brachten. Zwischen den Tannen – und Buchenbäumen aber wuchs noch ein kleiner Wald von Ginster, so dass es im Frühjahr, wenn sie blühten, aussah, als sei der ganze Odenwald mit Gold bestreut. Von diesen gelben Blüten naschten Millionen Bienchen den süßen Blumenstaub und waren sie abgeblüht, dann kamen die Besenbinder, schnitten die Reiser ab und banden Besen davon. Für die Bienchen aber blühten nun ganze Felder von Heidekraut, und schien der Odenwald zuvor gelb, so war er jetzt fast rot. Wenn dann auch die Heide all’ ihre Süßigkeit hergegeben und zu verblühen begann, so flogen die Bienchen hinunter in die Täler und brachten ihren Honigseim den Bäckern, die köstliche braune Lebkuchen davon machten. – So schön war es damals im Odenwald und ist es zum Teil noch, wenn es auch nicht alle Leute wissen und sehen.
Auf der höchsten Spitze aber, auf dem Böllstein, war schon zu jener Zeit ein großer freier Platz, der von hohen Tannen eingefasst war und auf dem eine Menge Steine und Felsen herumlagen. Da hatte die gute Frau Holle ihren Sitz und konnte über die anderen Berge hinweg, weit hinaussehen in das Land, bis an den Rhein, den Main und den Neckar. Sie liebte alle Menschen, die da herum wohnten in Städten und Dörfern, sie kannte sie Alle und belohnte und bestrafte sie, je nachdem sie es verdienten. Ebenso kannte Jedermann die Frau Holle; die Guten liebten und die Bösen fürchteten sie, denn sie sah mit ihren hellen, durchdringenden Augen rings umher Alles, was geschah. – Die Frau Holle hatte auf dem Böllstein kein Haus, in dem sie wohnte, und wer am hellen Tage über den Berg ging, der merkte nichts von ihr, in lauen Sommernächten aber hörte man rings zwischen den Bäumen ein Kichern und Zischeln und Lachen, dass es den Leuten ganz sonderbar zu Mute ward und sie lieber einen weiten Umweg machten, als über den Berg gingen. Im Winter, wenn die Tage am kürzesten waren, da sah man auch manchmal ein helles Feuer auf dem Böllstein glänzen, aber nur von Weitem, denn da lag der Schnee ellenhoch und es hätte Keiner sich hinauf getraut, wie auch Keiner den Pfad kannte, der zwischen den Felsen durch unter die Erde und gerade hinein in Frau Holles goldnen Saal führte, in dem sie wohnte. Der Saal war wunderschön; er hatte goldne Wände und eine silberne Decke, die von Säulen aus blauen Steinen getragen ward. Da drinnen saß die Frau Holle, umgeben von einer ganzen Schar kleiner Englein, die rosenrote Flügel an den Schultern trugen und statt der Kleider in ihren langen, blonden Locken gehüllt waren, welche ihnen bis auf die kleinen Füße herabfielen. Mit den Engelein arbeitete die fleißige Frau Holle Tag und Nacht; sie spannen, strickten und webten, dass es eine Lust war. Wenn aber der Frühling kam, dann stieg Frau Holle herauf auf die Erde, zog ein langes, grünes Kleid an, setzte einen Kranz von Kornblumen und Ähren auf und fuhr in einem goldnen Wagen, den zwei schneeweiße Kühe zogen, über das ganze weite Land, das sie von ihrer Höhe aus übersehen konnte. Wo sie vorüber kam, streute sie Samenkörner aller Art aus und gleich darauf prangte die Erde in den verschiedenartigsten Farben. Hier breitete eine grüne Wiese ihren Blumenteppich aus, dort wogte ein reifendes Kornfeld, daneben lag wie ein blaues Tuch ein Acker mit blühendem Flachse ausgespannt, und gelbe Rapsfelder durchschnitten gleich langen Bändern die Flur nach allen Richtungen. Das Alles ließ die gute Frau Holle wachsen, aber nur auf den Feldern der fleißigen Menschen, auf denen der Faulen machte sie Disteln und Unkraut emporschießen. Wenn dann die Erde so schön geschmückt war, fuhr sie wieder heim in ihren goldnen Saal und nur an milden Sommerabenden, wenn der Mond schien und die Sterne flimmerten, stieg sie mit den Englein wieder herauf und da tanzten sie auf dem dichten Heidekraut, das den Böllstein bedeckt, den Ringelreihen, wozu alle Vögel im Walde musizierten. So trieben sie es den ganzen Sommer und Herbst über, aber wenn die Blätter abfielen und die Nordwinde sausten, da ward es gewaltig kalt auf dem Böllstein, so dass man sich des Nachts lieber in ein warmes Bett steckte, als draußen herumtanzte. Der Frau Holle ging es auch so und sie befahl den Engelein ihr Federbett zurecht zu machen und tüchtig aufzuschütteln. Wenn die Engelein das hörten, waren sie sehr vergnügt, es gab für sie keine größere Lust, als Frau Holles Bett zurecht zu machen. Sie schüttelten und rüttelten an den Federn und Eins warf unter lautem Lachen das Andere hinein, so dass die Flocken bis über den Rhein und den Main hinüber flogen und stoben. Da sagten die Leute drunten im Tal und in der Ebene: “Es wird Winter, die Frau Holle schüttelt ihr Bettchen aus!” Und sie holten die Pelzkappen und Pelzröcke hervor und steckten sich tief hinein. die Frau Holle hatte aber auch einen dicken, warmen Pelzrock und eine Pelzmütze, die zog sie nun statt des schönen Kranzes über die Ohren. Für die Engel waren kleine Pelzröcke und Pelzkappen da und wenn es ein schöner Winterabend war, zogen sie von der Böllsteinhöhe aus und folgten der Frau Holle, wohin diese sie führte. Die Frau Holle war eine überaus fleißige und reinliche Frau und hasste nichts so sehr, als den Schmutz und die Faulheit. So wie sie im Sommer die faulen Landwirte strafte, machte sie es im Winter mit den schmutzigen und faulen Frauen und Mädchen. Darum kam sie des Abends in die großen Stuben, wo die Mütter und Töchter zusammen saßen und spannen, strickten und nähten. Sie setzte sich zu ihnen, arbeitete mit ihnen und gab genau Acht, wer seine Sache gut machte. Wenn ein Kind ein schönes, reines Strick- und Nähzeug hatte, fand es am anderen Morgen in seinem Körbchen eine hübsche, neue Puppe, oder ein Bilderbuch, oder einen großen, braunen Herlebkuchen. – Den Strümpfen aber, die überall Jahresringe von Schmutz zeigten und den Hemden und Schnupftüchern, die genäht waren, als ob sie von Sackleinen wären, denen war die Frau Holle todfeind. Da kamen die Engelein in der Nacht, fielen mit langen, feinen Scheren über die schlechte Arbeit her und zerschnitten sie in tausend kleine Stückchen, und wo ein unordentlicher Spinnrocken stand, den zerrupften und zerzupften sie so gründlich, dass auf der Welt nichts mehr damit anzufangen war. Kamen dann am andern Morgen die unordentlichen Mädchen und Kinder an ihre Arbeit, so fanden sie die Bescherung, aber keine Christbescherung, keine Puppe, kein Bilderbuch, sondern nur schmutzige Fädchen und Läppchen, und die Schande und den Spott obendrein.
Den schmutzigen Mama’s aber ging es am allerschlimmsten; da brachten die Engelein in der Nacht lange Besen mit und fegten den Schmutz aus den Ecken hervor, wo man ihn hineingesteckt hatte. Sie kehrten alles an die Türschwelle, das gab oft einen Berg fast so hoch wie der Böllstein, und wenn die Leute am Morgen zur Türe hinaus wollten, waren sie in ihrem eignen Schmutz gefangen und mussten ihn erst hinwegschaffen, ehe sie wieder frei herumgehen konnten. Auf diese Weise ward es wenigstens einmal im Jahre sauber im Hause und es wäre ein rechtes Glück, wenn die Engelein jetzt auch noch manchmal zum Fegen kämen. Weil es aber jetzt so ungeheuer viele Bücher gibt, in denen alles, was die Frauen und Mädchen tun sollen, geschrieben steht, denken sie, sie könnten sich die Mühe sparen und brauchten kein Beispiel mehr zu geben. Die Bücher tun es aber nicht allein, das sieht man deutlich alle Tage und die Zeiten waren oft besser, wo die Frau Holle das schönste Beispiel für Alt und Jung gewesen. Wenn die fleißigen Mama’s ihre Töchterchen recht loben wollten, dann wussten sie nichts Besseres zu sagen, als wie: ” Du machst es fast so schön, als die liebe Frau Holle.”
Die gute Frau saß oft halbe Nächte lang bei den fleißigen Leuten, war sie aber müde und sehnte sie sich nach Hause in ihr weiches, warmes Bettchen, dann stand sie auf, öffnete das Fenster und warf das Klingel Garn, das sie gesponnen hatte, hinaus, indem sie das eine Ende festhielt. Dann rief sie freundlich: “Gute Nacht, ihr lieben Leute!” setzte sich auf den Faden und ritt auf demselben so schnell wie der Wind hinauf nach dem Odenwald und grade in ihren goldenen Saal hinein. Da merkten es erst die Leute, wen sie zum Besuch gehabt und waren nun noch einmal so fleißig.
So lebte die gute Frau Holle viele, viele, viele Jahre lang, da fühlte sie auf einmal, dass sie ein wenig alt und schwach werde und nicht mehr so recht fort könne. Im Frühling und im warmen Sonnenschein über Land zu fahren, das ging noch an, aber die Wintergeschäfte wollten ihr gar nicht mehr behagen. Es war auch ein schlechter Spaß, bei Schnee und Eis, bei Wind und Wetter auf einem Zwirnsfaden durch die Nacht zu reiten.
Nun hatte die Frau Holle einen lieben, alten Freund, das war der Storch. Der war weit gereist, hatte alle möglichen fernen Länder und Menschen gesehen und wusste immer guten Rat. Der kam einmal im Sommer zu ihr auf Besuch, denn im Winter ist es ihm im Odenwald viel zu kalt, dem klagte sie ihre Not und sagte: “Lieber Storch, ich bin alt und gar allein, da möchte ich gern ein Töchterchen haben, mit dem ich spielen und das ich hinunter zu den Menschen schicken könnte, um die Fleißigen und Braven zu belohnen und die Faulen und Bösen zu bestrafen. Du bist so weise und gelehrt und bringst allen Menschenfrauen die kleinen Kinder, da muss es dich doch auch freuen, wenn die Kinder brav und gut werden und etwas lernen.”
“Ganz gewiss Frau Holle, das versteht sich von selbst”, klapperte der Storch.
“Wenn ich nun ein kleines Mädchen hätte, würde ich es so lieb und fromm machen, dass alle Kinder ihm gleichen und von ihm geliebt sein möchten. Lieber Storch, bringe mir von Deiner nächsten Reise ein kleines Töchterlein mit!”
“Mein liebe Frau Holle”, sagte der Storch, “das tue ich ja herzlich gern; das schönste, beste und frömmste Kind, das ich auf Erden finden kann, will ich Euch hierher bringen. Habt nur ein wenig Geduld.”
Frau Holle nickte und der Storch flog fort.
Der Sommer verging und der Herbst und der Winter kamen mit Macht. Frau Holle schaute jeden Tag sehnsüchtig hinaus, ob der Storch nicht käme, aber vergebens. sie ward ganz traurig und wollte gar nicht mehr ausreiten, wie sehr auch die Menschen unten auf der Erde sich nach ihr sehnten. Die Englein taten, was sie konnten, um sie aufzuheitern. Sie schüttelten und rüttelten Frau Holles Bettchen und jagten die Federn so hoch in der Luft herum, dass die Flocken ringsum fußhoch lagen und Menschen und Tiere darin stecken blieben. Darüber wollte sich dann das kleine Volk halb tot lachen, aber Frau Holle lachte nicht, sondern befahl ihnen nur, den Unsinn unterwegs zu lassen. – Die Tage wurden kürzer und kürzer, die Nächte länger und länger und endlich kamen die paar allerkürzesten Tage, an denen die Sonne kaum Zeit hat hervorzugucken und gleich wieder fort muss. Eben war sie wieder im Sinken begriffen, da zeigte sich ein schwarzer Punkt über dem Odenwald, der kam näher und näher und wäre es nicht schon so dämmrig gewesen, hätte man leicht den Gevatter Storch erkennen mögen. Das war ja in dieser Jahreszeit eine Seltene Erscheinung; er war es aber wirklich und er flog geradezu herauf auf den Böllstein und an Frau Hollens Fenster. Er schlug mit seinem langen Schnabel daran und rief: “Geschwind, liebe Frau Holle, geschwind macht auf, mich friert ganz erbärmlich!” Schnell rissen die Engelein das Fenster auf und ließen den Gevatter Storch herein.
“Da bin ich”, sagte er, “ich komme weit, weit her aus einem heißen Lande, wo die Sonne fast nicht untergeht und habe Euch von dort das schönste, beste und frömmste Kind mitgebracht, das auf der ganzen Erde zu finden war.” mit diesen Worten legte er ein kleines, schneeweißes Kindlein, das er vorsichtig im Schnabel trug, auf Frau Hollens Bett. Als sie das hörte und sah, stieß sie einen Freudenschrei aus, und die Engelein jauchzten laut auf. Das war ein Vergnügen! Das Kindchen machte seine Augen weit auf, die waren so durchsichtig blau, wie der schönste Sommerhimmel, dabei hatte es eine Menge kleiner, goldner Löckchen auf dem Kopf und – das war das Schönste – zwei kleine, schneeweiße Flügel an den Schultern. Der Storch, der als ein weiser Mann nicht gern viel Worte machte, deutete auf die Flügel und sagte kurz: “Damit es nicht auch auf dem Zwirnsfaden reiten muss”, worauf Frau Holle glückselig nickte und das liebe Kind immer wieder von Neuem herzte und küsste. Die Engelchen freuten sich fast nicht weniger als Frau Holle und schrieen und lärmten nach Herzenslust. Der Storch aber machte ein ernsthaftes Gesicht und sagte: “Schweiget jetzt Alle einmal und hört, was ich Euch zu sagen habe. Ich dachte immer an das, was ich Frau Holle versprochen hatte und bin durch die ganze Welt geflogen, ohne das ich bei den Menschen ein Kindlein finden konnte, das lieb und fromm genug war, um ihr Töchterlein zu sein. So ward es Herbst und Winter und meine alten Augen waren zuletzt ganz müde vom Suchen. Da kam ich heute in ein fernes, fernes Land, wo das ganze Jahr über die Sonne scheint und Frucht, wie Blüte nie vergehen. Dort war es schon Nacht, als hier noch Tag gewesen, aber das Dunkel erhellte ein großer, heller Stern mit so wunderbarem Glanze, wie ich noch nie gesehen. Der Stern schoss pfeilgeschwind durch die Luft und ich flog ihm nach, bis er über einer kleinen, niederen Hütte stehen blieb. Ich sah hinein, da lag in einer Krippe ein wunderschönes, herrliches Kind, von dem ein noch hellerer Glanz als von dem Sterne ausging. Rings um die Krippe schwebten Englein auf goldenen Wolken, die sangen so schön und lieblich, wie ich noch nie etwas gehört. Das Kind aber lächelte mich so freundlich an, dass ich dachte, dies ist das Kind, das ich Frau Holle bringen möchte, denn ganz gewiss ist es das liebste und beste auf Erden.”
Da rief eine Stimme neben mir, von der ich nicht weiß, woher sie gekommen: “Willst Du es mit Dir nehmen, dass es den kleinen Menschenkindern in Deinem Lande stets ein Kind bleibe? Das Kind von dem sie lernen, was Güte, Liebe und Gehorsam ist, selbst dann noch, wenn es schon lange das Licht geworden, das die ganze Welt erhellen und mit neuem Glanze verklären wird.” Im nächsten Augenblick fühlte ich mich mit dem Kinde emporgehoben und wie im Sturm durch die Luft getragen, ohne das ich meine Flügel zu bewegen brauchte, und da bin ich nun Frau Holle und Ihr besitzet das Kind, das Ihr Euch so heiß gewünscht, das gute fromme Kind, dem die Menschenkinder in allem Guten nacheifern sollen, das freundliche Kind, das ihnen Freude spendet, wenn sie brav sind, aber auch das zürnende, das die Unartigen bestraft.”
Während der Storch geredet, weinte Frau Holle heiße Tränen stille in ihren Schoß und selbst den mutwilligen Engelein wurden die Äuglein vor Rührung trübe. Dann kniete sie neben dem Bette nieder, auf welchem das Kindlein lag und sprach: “Ja, ich kenne Dich, Du bist das Licht der Welt, das über uns gekommen und vor dem meine Macht zu Ende geht. Die deutschen Kinder aber sind doppelt glücklich zu preisen vor allen Andern. In unsere deutschen Wälder und Täler bist Du niedergestiegen als Kind und in ihnen bleibst Du jetzt als Kind, bis in alle Ewigkeit und wirst allen Kindern das schönste und herrlichste Vorbild sein!” Nun aber hielten sich die Englein nicht länger, auch ihnen war ja die himmlischste Nacht angebrochen, die sie je gesehen und sie wollten diese in Jubel und heller Freude begehen.
Sie zündeten ihre Kerzchen an, mit denen sie in den lauen Sommernächten zwischen den Büschen und Gesträuchen herumtanzen und flogen damit auf die Fichten und Tannen, die den Böllstein umgeben. Es war wunderschön anzusehen, wie viele Lichter zwischen dem dunklen Grün der Tannen glänzten und schimmerten. Frau Holle war ganz entzückt davon; sie nahm das Kindlein auf den Arm und trug es hinaus, ihm die Pracht zu zeigen. Da machte es die schönen Augen weit auf und lächelte holdselig; die Engelein aber sangen:

“Sei gesegnet, Christkindlein,
Denn so sollst du heißen,
Weil noch nie so hold und rein
War ein Kind zu preisen!
Wer dich sieht, wird fromm und gut,
Muss vor dir sich neigen,
Oh, so nimm in deine Hut
Kindlein dir die gleichen!”

“Ja”, sagte Frau Holle, indem sie das Kindlein hoch emporhob zu den vielen Lichtern und den ewigen, glänzenden Sternen, “so soll es werden, und so glücklich wie ich jetzt bin, sollen fortan in dieser Nacht alle guten, braven Menschen und Kinder sein – es ist eine Weihnacht für mich und für die ganze Welt. Übers Jahr, wenn du größer bist, gehst du hinunter, wo die Menschen wohnen, bringst ihnen schöne Gaben und zündest ihnen schimmernde Kerzen an grünen Bäumen an, damit ihnen die lange Winternacht so hell und freudig werde, wie sie eben uns geworden ist.”
Da klatschten die Englein in die Hände und riefen: “So soll es sein! Jedes Jahr wird nun den guten braven Kindern das Christkind neu geboren werden!” Darauf gingen sie wieder alle in den schönen goldenen Saal, der Storch flog fort – und nun wisst ihr die Geschichte von der Frau Holle und dem Christkind, dessen Geburtstag wir sehr bald wieder feiern werden!

Luise Büchner, 1821 – 1877

Seminar im November 2012

 

Im Seminar findet im Lighthouse Puchheim ein Seminar zum Thema “Biokommunikation” – Lösen von Lebensthemen statt. Es wird 3 Referenten geben und am Sonntag Nachmittag ein Erlebnisworkshop.

Samstag Vormittag: Dietmar Kühnel “Instrumentelle Biokommunikation” (Quantec)

Samstag Nachmittag: Carsten Müller “Freie Biokommunikation”

Sonntag Vormittag: Susann Müller “psychosomatische Biokommunikation” mit GTP

Sonntag Nachmittag: Erlebnisworkshop (Sie dürfen alle drei Angebote nutzen und Selbsterfahrung machen)

Kursleitung: Susann Müller **Familientherapeutin**

Mehr Informationen finden Sie auf unseren Blog.

Anmeldungen und Anforderung der Seminarunterlagen unter der Emailadresse: Susannmueller-muenchen@t-online.de

Terminänderungen von August bis Dezember!

Seminar “Praxistechniken” findet wie geplant im August statt.

 

Am 1. und 2.9.2012  fällt die “Tiefensuggestion” aus und es findet eine Supervision statt.

Hierzu sind noch Anmeldungen möglich.

 

Am 8./9.9. fällt die “Ernährungspsychologie” aus und es findet am 8.9. ein Vortrag über

“Alternative Medizin bei psychischen Störungen” statt.

Hinweis: Alternative zu Psychopharmaka und rechtliche Abgrenzung für HP PSY.

 

Am 2./3.11.2012 findet kein “Emotionstraining” statt, sondern ein neues Seminar

“Biokommunikation”

Alternative Heilmethoden mit u.a. Biofeedback und Magnetfeld auch Quantenheilung und Radionik.

 

Bei Interesse sende ich gerne Infomaterial zu den Seminaren zu und eine Preisliste.

ZFN Schüler bekommen eine Sondergebühr.

Seminare 2012

Praxistechniken in der psychologischen Praxis (in 4 Wochenenden)

1. WE – Tiefenspsychologische Techniken

2. WE – Verhaltenspsychologische Techniken

3. WE – Humanistische Techniken

4. WE – Praxistechniken in der Kinder – und Jugendpsychologie

Termine: 4./5.8.; 11./12.;18./19.,25./26.8.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Seminar ist ein Anwenderseminar und wird nur nach Teilnahme aller 4 WE zertifiziert.

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TCM und Psyche (NEU)

Grundlagen der TCM in der Psychologie

Die 5 Elemente und psychische Störungen

5 Elemente Meditation (Zur Stärkung der Elemente)

Termine: 7./8./9.4.2012 von 13.00 bis 18.00 Uhr

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Psychodrama

Termine: 14./15.4.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Nähere Infos unter Menüpunkt: Psychodrama

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Lösungsorientierte Gestalttherapie

Termine: 26./27.5.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Nähere Infos unter Menüpunkt: Gestalttherapie

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Tiergstützte Therapie in der psychologischen Praxis (Vortrag) NEU

Einführung in die tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapie, Pädagogik und Aktivitäten mit dem Hund, der Katze, dem Pferd und Kleintieren.

Psychologische Interaktionen bei psychischen Störungsbildern.

sportliche Interaktionen mit dem Hund (Dogging)

Rechtliche Grenzen und Tierschutzgesetz im Rahmen der tiergestützten Therapie

Termine: 2./3.6.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

An beiden Tagen ist der Therapiehund “Charly” anwesend.

Hompage: Therapieteam Charly

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Tiefensuggestion – Reise zur Seele (Reise ins Unterbewusstsein)

Nähere Infos unter Menüpunkt: Tiefensuggestion

Termine: 01./02.9.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

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Ernährungspsychologie (NEU)

Inhalte:

Einführung in die Ernährungspsychologie

Einführung in die Ernährungspathologie

Ernährung und Psyche

Übungen und Techniken mit essgestörten Klienten

Ideal für Ernährungsberater zur Weiterbildung geeignet.

Termine: 8./9.9.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

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Emotionstraining

Termine: 3./4.11.2012 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr

Nähere Infos unter Menüpunkt: Emotionstraining

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Unser Gesamtangebot:

Emotionstraining
Lösungsorientierte Gestalttherapie
Psychodrama/Systemische Therapie
Tiefensuggestion
Praxistechniken
Märchentherapie
Burnout – Prävention
Tiergestützte Therapie
Freie Assoziation
psychologische Gesprächsführung
Ernährungspsychologie
Supervision/Coaching

Alle nicht terminierten Seminare können angefragt werden.

Auf Wunsch (z.B. Firmen) sind auch Inhouse Seminare möglich.

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Anmeldung: 089/82005376

Susannmueller-muenchen@t-online.de